Digitaler Auf- und Abwärtszähler mit Start/Stop Funktion.

Der hier vorgestellte digitale Zähler mit 59mm hohen LED’s arbeitet mit einem Taktgeber, zwei Zählbausteinen und zwei Anzeigenbausteine, alles in CMOS-Technik ausgeführt.
Benutzt wird diese Anzeigeneinheit zum Aufrufen der Kunden bei unserer Tafel.

Der Taktgeber, CMOS-4069 ein Sechsfach-Inverter wird so beschaltet, dass ein Elko von 10 micro-Fahrrad über einen Widerstand 47k Ohm geladen und wieder entladen wird. Dieses Rechtecksignal wird auf den Clock-Eingang vom Decoder CMOS-4029 gegeben. Der Baustein kann im BCD-Code oder im Dezimalcode arbeiten. Pin 9 an Masse und der Baustein arbeitet im Dezimalcode 0-9. Dessen Ausgänge 0-3 gehen auf den Anzeigenbaustein CMOS-4511. Dessen Ausgänge f,g,a,b,c,d,e treiben die LED-Anzeige. Der Strom wird begrenzt mit 330 Ohm Widerständen. Nach der 9 wird beim nächsten positiven Takt der Übertrag auf die zweite LED-Anzeige gegeben. Wird Pin 10 vom CMOS-4029 an Masse gelegt, so zählt der Baustein rückwärts.
Die Einheit habe in in einem selbst erstellten Holzgehäuse,3mm Hartfaserplatte, installiert.
Als Spannungsversorgung dient ein 9 Volt Gleichspannungs-Steckernetzteil. Zur Spannungsglättung sollte ein Elko von min. 1000 micro Fahrrad nachgeschaltet werden.

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Lötdampf-Absaugung

Hier möchte ich eine Lötdampf-Absaugung vorstellen der Marke Eigenbau.
Als Grundgestell habe ich eine ausgediente DIN-A4 Vorlagenhalterung verwendet.
Diese ist in der Höhe und Neigung stufenlos verstellbar. Der Lüfter, in den Abmesungen 120x120x25mm mit einer Drehzahl bei 12Volt von 3000 U/min (6€)
Angeschlossen habe ich den Lüfter aber bei 6Volt Betriebsspannung, da er sonst abhebt. Die Geräuschentwicklung ist akzeptabel. Durch Einstellungen am Netzteil von 3-12 Volt bin ich mit der Drehzahl variabel.
Ein Gehäuse, aus 4 mm beschichte Hartfaserplatten mit den Innenabmessungen 130×130 mm, ist schnell erstellt und so bemessen, dass der Filter lose vor dem Schutzgitter sitzt. Der Filter ein Aktiv-Kohlefilter aus dem Elektronikhandel.
Eine Absaugung, als Tischmodell aus dem Elektronikhandel, kostet min. 50€ und in der Höhe verstellbar mit Standfuß über 100€.

Die Absaugung ist erstaunlich gut.

Kosten, ca. 16€
Lüfter 12V / 5,4W = 5,55€
Schutzgitter f. Lüfter = 0,66€
Filter 130×130 3 Stück = 3,60€
Netzteil 3-12V/600mA = 6,50€

Motorsteuerung mit H-Brücke und PWM

In diesem Beitrag möchte ich die Schaltung einer Motorsteurung beschreiben, die aus drei Komponenten besteht. Einem Gleichstrom-Motor, einer H-Brücke und einer Pulsweitenmodulation (PWM).
Herzstück ist ein Motorentreiber-Chip (L293D) eine sogenannte H-Brücke, welche so ausgelegt ist, dass man vier Motoren damit betreiben kann. Alle Motoren können durch Pegel (TTL-Kompatibel) getrennt gesteuert werden, Drehrichtung, Drehzahl und Sart u. Stop. Auf dem Foto ist der Chip mit einem Kühlblech zu sehen.
Der Chip L293D kann mit 500mA pro Kanal belastet werden, Spitzenstrom bis 1,2A. Die Drehzahl wird mit einer Pulsweitenmodulation (PWM)gesteuert.
Der L293D hat einen Spannungsbereich von 4,5-36 Volt, eine automatische Abschaltung bei Übertemperatur, integrierte Freilaufdioden sowie einen internen ESD Schutz.
Die Beschaltung des L293D gibt es genügend im Netz, ebenso die PWM Schaltung.
Gute Erfahrungen habe ich bei der PWM Schaltung mit 10kHz gemacht. Bei 3-5kHz fängt der Motor an zu jaulen.
Natürlich kann man die PWM ersetzen durch Ansteuerung mit einem Raspberrypi oder Arduino.

Programmierbares Netzteil

Programmierbares Netzteil-DP50V05A
Constant Voltage-Constant Current-Programmable Control Supply Power Modul.
Hangzhou Ruideng Technologies Co., Ltd.
Made in China, mit Bedienungsanleitung in Chinesisch u. Englisch und ohne Trafo für 33€. 

Die Daten dieses Tools:
Eingangsspannung 6-55 Volt Gleichspannung.
Eingangsstrom max. 5 A. (mein Trafo liefert 33V bei 2A)
Ausgangspannung max. 50 Volt, Auflösung 10mV, Genauigkeit +/- 0,5%, 1 Digit.
Ausgangsstrom 0-5 Ampere, Auflösung 1mA, Genauigkeit +/- 0,5%, 2 Digits.
Leistung 0-250 W, Auflösung 10mW.
Speicherplätze M1-M9.
Bei Strom > 2 A, Leistungsteil unbedingt durch Lüfter kühlen,sonst stirbt das Tool durch Hitze.
Die Tabelle der Speicherbelegung habe ich für meine Bedürfnisse erstellt.

 
Eine von mir erstellte deutsche Bedienungsanleitung:

Die Spannung am Eingang muss 10% höher liegen als die Ausgangsspannung.
Zum Laden von Akkus sollte wegen der Rückströme,
eventuell eine Diode dazwischen geschalt werden.
Die Ladeentspannung dann 0,7V höher einstellen.

Programmiervorgang:

Spannungsversorgung einschalten,
Bootvorgang startet.
Tool bereit zur Programmierung.

Eine beliebige Spannung und beliebigen Strom einstellen:

– SET Taste kurz drücken, man kommt in obrige Zeile,
– mit Drehwähler durch drücken die Dezimalstellen anwählen,
– mit Drehwähler rts. drehen, die Werte einstellen,
– SET Taste kurz drücken um zu bestätigen,
– mit Taste ON/OFF Ausgang freischalten.

Speicher M1-M9 programmieren:
– Schloss muss geöffnet sein, sonst Drehwähler 2 Sek. drücken um zu entsperren.
– Speicherplatz M0 ist vorbelegt, Erklärung am Ende.

– Taste Set 2x drücken um ins Menü zu gelangen.
– Mit Taste M2 abwärts- und Taste M1 aufwärts navigieren.
– Menü U-SET anwählen, durch Drücken des Drehwählers, Dezimalstellen anwählen.
– Durch Drehen des Drehwählers nach rts., Spannung einstellen.
– Menü I-SET anwählen, Prozedur wie bei U-SET.
– Menü S-OVP anwählen, Over-Voltage, Prozedur wie bei U-Set.
– Menü S-OVC anwählen, Over-Current, Prozedur wie bei U-Set.
– Menü PRE. anwählen, Drehwähler drücken bis M0 und dann auf M1 einstellen.
– Taste SET 2 Sek. drücken um Werte in Speicher M1 zu übernehmen.
– Speicherplatz M1 wird an rechter Seite angezeigt.
– Gleiches Verfahren für alle Speicher M1-M9.
– Ausgang mit Taste ON/OFF freischalten.
– Wenn im Menü PRE. der Wert OFF auf ON gestellt wird muss der Ausgang nicht jedes Mal freigeschaltet werden.
Diese Einstellung ist nicht immer gut, da eine unbeabsichtigte eingestellte Spannung sofort durchgeschaltet wird.
In untere Zeile U-IN wird die Eingangsspannung-
in oberer Zeile SET die Ausgangsspannung dargestellt.
 

Schnellabruf mit Taste M1 u. M2
Mit diesen Tasten durch 2 Sek. drücken können die unter M1 u. M2 gespeicherten Werte sofort abgerufen werden.

Beliebigen Speicherplatz von M1-M9 abrufen:
– Taste SET 2 Sek. drücken, rts. wird Speicherplatz M0 angezeigt.
– Mit Drehwähler z.B. Speicherplatz M5 anwählen
– Taste SET kurz drücken.
– Speicherplatz freischalten mit Taste ON/OFF.

 

Beim nächsten Start wird nach dem Bootvorgang der Speicherplatz M0 vorgewählt mit der zuletzt verwendeten Spannung.
Die Ausgangswerte sind gem. meinem Multimeter erstaunlich gut.

Schon ein tolles Tool zu diesem Preis.

 

HBFRI im November 2017

Kabelbruch Golf-Plus Tür

Bei meinem Golf-Plus leuchtete irgendwann die gelbe Warnleuchte in der Schalttafelanzeige.

Auf Nachfrage in der Werkstatt bekam ich die Antwort, nun das könnten die Airbags in der Fahrertür sein. Kosten zwischen 400-800€.

Ein Werkstattmeister einer anderen Marke, nee das kennen wir schon, das ist ein Kabelbruch in der Fahrertür. Zu sehen am Übergang Chassis zur Tür. Bei meinem Golf-Plus läßt sich die Aussenverkleidung der Tür abnehmen. Dazu muss das Schloß ausgebaut und 24 Schrauben am Umfang entfernt werden. Hier waren nun zwei Kabel gebrochen. Die Verbindung habe ich neu gemacht und mit einem Schrumpfschlauch überzogen.

Achtung!

Dass Schloß ausbauen und wieder einbauen ist eine Fummelei und nicht gerade einfach.

 

Funkuhr DCF77 Empfänger

Mein hier vorgestellter Zeitsignal-Empänger DCF77 stammt aus dem Jahr 1985. Ich habe mir damals von der Fa. Hopf Elektronik KG eine Baumappe schicken lassen (16DM). In der Baumappe wurde eine Mini-Computer Funkuhr 4100 beschrieben, kosten ca. 400DM. Diese Baumappe enthielt viel wissenswertes über das Zeitsignal und die Atomuhr in Braunschweig der PTB. Nach Bauplan galt es eine Platine mit entsprechenden Bauteilen zu bestücken. Alles verbaut und in ein Gehäuse mit 6 stelliger grüner LED-Anzeige. Der Preis von damals 400DM erschien mir als Bastler zu viel. In einer Elektronikzeitschrift gab es dann irgendwann ebenfalls einen Schaltplan für einen DCF77 Empänger, allerdings als Ausgang nur das Zeitsignal. Dieses Signal mußte dann durch ein Programm aufbereitet werden. Ein befreundeter Nachbar hatte ein Basic-Programm geschrieben und so konnten wir die Funkzeit auf einem Computer darstellen. Interessant auch das Geäuse, aus kupferkaschierten Pertinaxplatten gesägt und punktuell gelötet. 

Wenn man bedenkt, heute gibt es diese Ausführung auf einer Platine von 30x30mm und kostet 15 €. In allen möglichen elektronischen Geräten findet man heute einen Microchip als Beiwerk implementiert.
Die Entwicklung bleibt nie stehen.